TINO KÜHN | autor regie theater hörspiel



2026

CHEAP DREAMS: NEW WhiRLeD ORDER ^

Hörspiel / 90 Min. / SWR Kultur 2026

Work hard – play hard: Xenia und Roland widmen sich in ihrem Podcast „Drauf & Dran – Die Businesspunks“ den neuesten Trends aus Wirtschaft und Lifestyle. Um die sinkenden Abrufzahlen zu kontern, testet Roland das brandneue KI-Produkt der firma Deep Impact: die X-perience. Statt ein Produkt zu erwerben, werden hier fiktive Erlebnisse mit der Ware direkt ins Gedächtnis gespeist. Für Roland beginnt nun ein Albtraum aus mysteriösen Visionen – und man ist hinter ihm her. Gemeinsam mit Xenia beginnt so eine Reise, die ihn zwingt, die Grenzen von Erinnerung und Wirklichkeit infrage zu stellen.

"Die Frage unserer Zeit lautet scheinbar: Was ist echt? Doch wir bei Deep Impact glauben, dass die Frage unvollständig ist. Eher sollte sie lauten: Was wollen wir echt sein lassen?"
– Kate Wilson in Cheap Dreams: New WhiRLeD Order
 
"Nach seiner fünfteiligen Hörspielserie 'Cheap Dreams' dreht Tino Kühn die Daumenschrauben dystopischer Erkenntnis in der knapp 90-minütigen Fortsetzung "Cheap Dreams: New Whirled Order" noch ein wenig fester an, Zeit- und Realitätsebenen verschachtelt er immer weiter ineinander. Bei ihm folgt jede Erzählung nur dem Skript einer nächstgrößeren, noch raffinierteren."
 – Cosima Lutz für epd Medien, 11.08.2026
 
"Koksen war gestern."
Stefan Fischer in Süddeutsche Zeitung, 13.08.2026
Mit: Marlene Tanczik, Ole Lagerpusch, Vassilissa Reznikoff, Dustin Semmelrogge, Marina Frenk, Robert Dölle, Patrycia Ziolkowska, Marcus Calvin und Johannes Wördemann.

Musik: Nils M. Weishaupt
Assistenz: Andreas Reinhart
Ton & Technik: Daniel Senger und Sonja Röder
Dramaturgie & Redaktion: Andrea Oetzmann
Buch & Regie: Tino Kühn

> Cheap Dreams: New WhiRLeD Order online bis 28.07.2027 bei ARD Sounds | SWR Kultur | dra.de
> Cheap Dreams ebenfalls wieder online bei ARD Sounds



2025

RISIKO – STÜCKABDRUCK IN SPIELPLATZ 38 ^


„RISIKO“ IN SPIELPLATZ 38 – Herausgegeben von Thomas Maagh. Mit Stücken von Carsten Brandau, Paula Fünfeck, Fabienne Dür, Tino Kühn und Gwendoline Soublin.

„Gerade für Heranwachsende ist die Frage nach der Zukunft essenziell, wie die neueste Shell-Studie wieder gezeigt hat. Dass man über das, was kommen wird, so wenig weiß, ist dabei nicht nur Ursache für Hoffnungen und Ängste, sondern zugleich Sprungbrett für Phantasie und Kunst – am deutlichsten vielleicht im Science-Fiction-Genre. Doch wie wird Zukunft im Theater verhandelt? Auf der Bühne, die erklärtermaßen pure Gegenwart ist? Und für junge Menschen, die wir als unsere ‚Zukunft‘ bezeichnen? SPIELPLATZ 38 wirft, mit Hilfe von fünf Stücken, einen Blick in die theatrale Glaskugel:

Zukunftsängste und Fragen, die damit zusammenhängen, verhandelt Carsten Brandau für Grundschulkinder in „Sagt der Walfisch zum Thunfisch“ auf sprachspielerische Weise und entlang der Geschichte von der Arche Noah. Von der Schwierigkeit, richtungsweisende Entscheidungen zu treffen, erzählt Fabienne Dürs „Luft nach oben oder Game over“: Ihre Figuren stehen vor der Wahl, auf welche weiterführende Schule sie gehen sollen. In „Jojo und die Daseinsagentur“ nimmt Paula Fünfeck die Zukunftsfrage wörtlich: In ihrer Science-Fiction-Geschichte ist nicht mehr genug Zukunft für alle da, doch die Titelheldin nimmt den Kampf für mehr Zeit auf.

Nicht weniger als eine ‚Versicherung gegen alles‘ verspricht der redegewandte Vertreter in Tino Kühns „Risiko“ seinen jungen Zuhörerinnen und Zuhörern, um dann aber von den Erinnerungen an die Unsicherheiten seiner eigenen Jugend eingeholt zu werden. In Gwendoline Soublins preisgekröntem Jugendstück „Und alles“ schließlich hat sich ein 12-Jähriger vor den Katastrophen dieser Welt scheinbar in dem familieneigenen Bunker verbarrikadiert; eine Gruppe Heranwachsender versucht ihn herauszulocken, mit vereinten Kräften – und mit positiven Nachrichten.“

264 Seiten. broschiert. 22€

> u.a. hier erhältlich

2025

DIE GLÄSERNE KUH ^

Theater | Prüfbegehnung der agra Landwirtschaftsausstellung 1981 | von Tino Kühn und Falk Rößler

Es sind noch knapp zwei Monate bis zur Eröffnung der agra-Landwirtschaftsausstellung im Jahr 1981. Alles wurde akribisch geplant und vorbereitet. Das Traktorenballett ist choreographiert, die Tiere für die große Rinderschau sind ausgewählt, die neuen Korn-Sorten für die Nutzpflanzenschau fein säuberlich nebeneinander ausgesät und alles wartet nur darauf, endlich fertiggestellt zu werden und seinen großen Auftritt zu bekommen. Und in Halle 18.1, zwischen Mähdrescherwiese und Rinderstall, da steht auch sie: die Gläserne Kuh. Als eine der Hauptattraktionen der Ausstellung zieht die lebensgroße Kuh-Figur mit transparenter Haut Interessierte aus aller Welt an, die durch sie einen Einblick in etwas bekommen, was ihnen beim Blick auf die Weide oder auf den Teller sonst verborgen bleibt.

Doch noch ist die Oberfläche der Gläsernen Kuh von Tüchern bedeckt, sind die Traktoren in den Garagen, die Schweine in ihren Ställen. Denn bevor die agra ihre Türen und Fenster zur Welt öffnen kann, muss die geplante Ausstellung mit all ihren Programmpunkten einer Prüfbegehung durch den Staatsapparat unterzogen werden. Schließlich handelt es sich nicht um irgendeine Messe, sondern um die größte Landwirtschaftsausstellung der DDR. Und Landwirtschaft war — und ist auch heute — ein entscheidender Dreh- und Angelpunkt für die Gestaltung und den Erhalt einer Gesellschaft.

Zu den besten Zeiten der agra trafen sich in der sogenannten „Universität im Grünen“ mehr als 700.000 Menschen aus aller Welt. Zwar besteht sie auch nach der deutschen Wiedervereinigung als „Mitteldeutsche Landwirtschaftsausstellung“ fort, doch ihr Mythos liegt in der Vergangenheit. Den unzähligen Geschichten, Anekdoten und Abseitigkeiten, den individuellen Bedeutungen und der Politik, die dieser Ort bis heute in sich trägt, spüren wir in unserer szenischen Begehung nach.

Denn während die Gläserne Kuh in ihrer Halle darauf wartet, Verborgenes zum Vorschein zu bringen, muss an anderen Orten Vorhandenes erst noch verschwinden, um den Ansprüchen der Zeit gerecht zu werden. Als Publikum werden Sie zur Prüfkommission, die wenige Wochen vor Eröffnung der Messe im Jahr 1981 auf dem Gelände begrüßt wird und eine Präsentation dessen bekommt, was sein wird oder — aus heutiger Sicht — gewesen ist.


  • Mit: Julius Forster, Dirk Lange, Denis Petković, Annett Sawallisch, Teresa Schergaut
  • Buch & Regie: Falk Rößler
  • Buch & Künstlerische Mitarbeit: Tino Kühn
  • Recherche & Künstlerische Mitarbeit: Mara May
  • Musik: Nils M. Weishaupt
  • Bühne & Kostüm: Stella Vollmer, Rayén Zapata-Gundermann
  • Dramaturgie: Julia Buchberger
  • Regieassistenz: Mille Montero
  • Hospitanz: Lio Mo Rittmeier

Premiere: 24.04.2025 / 16:00 Uhr / agra-Gelände, Leipzig-Markkleeberg


2024

RISIKO ^

Theater | Monolog für junge Erwachsene

Lieber versichert als verunsichert – das ist das Lebensmotto von Eric, dem jungen, redegewandten Versicherungsvertreter, dessen Mission der Kampf gegen das Unvorhergesehene in einer Welt der Krisen, Kriege und Katastrophen ist. Doch heute wartet ein besonderer Termin auf den sonst so selbstsicher auftretenden Policen-Jongleur mit Aktenkoffer und Schlips: Von seinem Arbeitgeber wird er in eine Schule geschickt, um im Klassenzimmer Risikoaufklärung im Kampf gegen den schicksalhaften Konjunktiv zu betreiben. Mit dabei: seine sagenumwobene Versicherung gegen alles.

Angst vor der Zukunft? Angst, Fehler zu machen? Angst vor dem plötzlichen Verschwinden von einem oder mehrerer Elternteile? Angst vor der Angst? Das gehört nun der Vergangenheit an, denn mit Erics Versicherung gegen alles ist die Zukunft gewiss! Doch als Eric vor der Klasse sein ungewohnt junges Publikum in die Welt des Was-wäre-wenn einführt, driftet er in die Geschichte seiner eigenen Jugend ab und verliert sich in Episoden vom Verlust des Vaters, der ersten unglücklichen Liebe, den Krisen, Unzulänglichkeiten und Verunsicherungen…

RISIKO ist ein mutiger Monolog für ein junges Publikum über den Umgang mit persönlichen und globalen Krisen, über Zukunftsängste, Resilienz, die Suche nach Hoffnung und das Überwinden der eigenen Ängste.


  • Mit: Paul Lonnemann. Stimme der Mutter: Claudia Lietz
  • Ausstattung, Assistenz, künstlerische Mitarbeit: Kathi Sendfeld
  • Dramaturgie: Mahsa Asgari
  • Buch & Regie: Tino Kühn

  • Uraufführung: 25.09.2024
  • Anhaltisches Theater Dessau

> RISIKO beim Verlag der Autoren
> RISIKO beim Anhaltischen Theater


2024

CHEAP DREAMS ^

Hörspielserie in fünf Teilen / 134 Min. / SWR 2024

Journalistin Sophie Bergmann konnte für ihre investigative Podcast-Serie endlich ein Interview in der geheimnisvollen Geschäftszentrale von Cheap Dreams ergattern – ein äußerst verschwiegenes Unternehmen, das mit der skurrilen Geschäftsidee Quando dem Konsum- und Geschwindigkeitswahn der Spätmoderne den Kampf ansagt: Menschen sollen freiwillig Geld für das Warten ausgeben. Genauso seltsam wie dieses Business-Modell entwickelt sich auch Sophies „Termin“ im Cheap Dreams Hauptquartier – denn dort ticken nicht nur die Uhren etwas anders.

Während Sophie den Logistiker Quando für ein künstlich hergestelltes Mangelsystem hält, das seine Kundinnen betrügt, wächst die Zahl begeisterter Quando-Anhänger, die das Warten als Lifestyle und Therapie feiern. Eigentlich wollte Sophie in ihrem Podcast nur den Erfolg des skurrilen Firmen-Konzepts von Cheap Dreams ergründen und sich mit den Skandalen rund um dessen Gründer Carsten Hüther beschäftigen. Doch im Zuge der Recherche wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt und erkennt, dass ihre Verbindung zum Unternehmen und seinem geheimnisvollen Projekt Messiah tiefer geht, als sie dachte.


„Es ist eins der besten Hörspiele, das ich in den letzten Jahren gehört habe,
weil es einfach alles richtig macht.“
Thomas Kirsche im Podcast „Der Hörspielkritiker“

„Nahezu jeder Satz in Tino Kühns Manuskript ist ein Treffer. Im Minutentakt verwandelt der Autor präzise beobachtete gesellschaftliche Phänomene in scharfzüngige Satire.“
Christopher Hechler auf epd medien

“ ‚Cheap Dreams‘ ist eine gelungene Komödie, die nicht nur das Genre Mockumentary, sondern auch die kognitiven Dissonanzen ihrer Figuren und ihrer Hörer bespielt.“
Jochen Meissner auf hoerspielkritik.de

  • Mit: Alice Dwyer, Felix Goeser, Elisa Schlott,Marina Frenk, Felix Strobel, Thomas Sarbacher, Patrycia Ziolkowska, Wolfram Koch, sowie Dominik Eisele, Agathe MacQueen, Johannes Wördemann, Andreas Reinhart

  • Komposition: Nils M. Weishaupt
  • Assistenz: Andreas Reinhart, Diana Müller
  • Ton & Technik: Tanja Hiesch & Christian Eickhoff
  • Dramaturgie & Redaktion: Andrea Oetzmann
  • Buch & Regie: Tino Kühn

  • Produktion: SWR Kultur 2024

> Cheap Dreams wieder online bis 28.07.2026 auf ARD Sounds | SWR Kultur | dra.de




2023

DAS SOLITÄR ^

Theater / Dramolett in drei Akten / Schauspielhaus Wien

FUX haben darum befreundete Künstler:innen gebeten, ihnen Dramolette zum Alleinsein zur Inszenierung zu übergeben. Die Kurzstücke streifen einzeln und zugleich miteinander durch einen Abend, der der Einsamkeit ins Auge blickt und dabei hoffentlich niemanden alleine lässt.

Unter der Regie von Falk Rößler (FUX) stehen gleich vier Weltpremieren in einer einzigen Inszenierung an: In ein gemeinsames Bühnenbild gesetzt, umspielen die Dramolette unterschiedliche Dimensionen von Einsamkeit und Alleinsein. Der Ort, ein in die Zeit gefallenes Shoppingcenter, entfaltet dabei seine eigenen Assoziationsräume und verspricht unerwartete Zusammenkünfte von letztlich ganz für sich Gebliebenen.

Eine Produktion von FUX & Schauspielhaus Wien.


EPILOG

etwas geht immer auf dich zurück
etwas war stets in gefahr
etwas mehr war nicht drin und irgend
etwas ist da schon auch dran
etwas andres hat gar nichts mit dir zu tun
etwas mehr fällt mir dazu nicht ein
etwas hob ich auf und verwahrte es
etwas besser als anderes und
etwas bleibt übrig denn
etwas ist immer
etwas ist
immer

– aus Das Solitär von Tino Kühn
  • Das Solitär von Tino Kühn.
  • In: Eisbären – Dramolette zum Alleinesein.
  • Mit Stücken von: Shari Asha Crosson, Mariam Gviniashvili, Tino Kühn, FUX (Nele Stuhler & Falk Rößler)
  • Regie: Falk Rößler
  • Bühnenbild & Video: Jost von Harleßem
  • Kostüme: Kathi Sendfeld
  • Musik & Sounddesign: Nils Michael Weishaupt
  • Mit: Simon Bauer, Jesse Inman, Clara Liepsch, Sophia Löffler, Hannah Müller, Nils Michael Weishaupt, Stimme: Shari Asha Crosson
  • > Premiere: 05.05.2023 / Schauspielhaus Wien



2021

KRACH ^

Hörspiel / 53 Min. / SWR Kultur 2021

Tom und seine schwangere Freundin Sophie haben es endlich in eine Altbauwohnung im aufstrebenden Viertel der Stadt geschafft, mit angesagtem Café vor der Tür. Doch die Kartons sind noch nicht mal alle ausgepackt, da sieht der zukünftige Vater sich schon gezwungen, seine Positionen zu Gentrifizierung, urbanen Lebensentwürfen und seiner eigenen Beziehung zu überprüfen: Wie will ich leben? Was ist eigentlich aus meinen Idealen geworden? Und dann gibt es ja auch noch den gut besuchten Späti der Alteingesessenen …

  • Regie: Ulrich Lampen
  • Assistenz: Kerstin Düring
  • Mit: Bastian Reiber, Julischka Eichel, Aljoscha Stadelmann, Torsten Flassig, Marta Kizyma, u.a.
  • Song „Krach“: Tino Kühn & Nils Michael Weishaupt
  • Buch: Tino Kühn
  • Redaktion & Dramaturgie: Andrea Oetzmann
> Ursendung: 05.09.2021 um 18:03 Uhr auf SWR2


2021

WITZIG! ^

Hörspiel / 56 Min. / DLF Kultur 2021

Als Kinder schauten wir Late-Night-Shows und wollten so wie die Comedians sein: schlagfertig, unangreifbar und bereit, jeder Situation einen Witz abzuringen. Wir wurden erwachsen und wussten, wie wir der Welt zu begegnen hatten. Diese Zeit ist vorbei!

Drei weiße Männer, heute Mitte 30. Sie wuchsen mit Trickfilmserien am Samstagmorgen, Sitcoms im Vorabendprogramm und Hollywood-Blockbustern um 20.15 Uhr auf – und später liefen die deutschen und US-amerikanischen Late-Night-Shows in den Nachwendewohnzimmern. Gecoacht von den witzigen Helden der Popkultur, wurden sie ironisch erwachsen und wussten, wie sie der Welt zu begegnen hatten. Das war um die Jahrtausendwende. Inzwischen sind Comedians nicht mehr über jede Kritik erhaben – das öffentlich zunehmende Bewusstsein von Ungerechtigkeiten und Privilegierungen in der Sprache macht auch ihre Position angreifbar. Worüber kann, will und darf man heute lachen? Die Autoren wagen eine Standortbestimmung zwischen gestern, heute und morgen.

  • Buch, Regie, Sprecher: Tino Kühn, Falk Rößler, Nils M. Weishaupt
  • Assistenz: Mara May
  • Redaktion & Dramaturgie: Barbara Gerland
> 28.07.2021 um 22:03Uhr auf DLF Kultur | dra.de



ÜBER ^

Tino Kühn
Tino Kühn wurde 1988 in Frankfurt (Oder) geboren und studierte Schauspiel an der HMT Rostock. Seit 2017 arbeitet er als freier Autor, Schauspieler, Regisseur und Sprecher und wird vertreten vom Verlag der Autoren. Tino Kühn lebt in Leipzig.